Eignung der Lebensräume

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Störlarve nach dem SchlupfNeben dem Aufbau Elterntierbestandes und der  Etablierung einer sicheren Aufzuchtmethodik war die Existenz von geeigneten Laich- und Aufwuchsgebieten eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau von sich selbst erhaltenden Beständen der Störe.
Die Vermehrung und die frühen Lebensstadien sind die empfindlichsten Abschnitte des Lebenszyklus. Aufgrund dieser Empfindlichkeit gegenüber Strukturarmut, Verschmutzung, Umweltgiften und Fraßdruck liegt in diesen Lebensphasen der Schlüssel zum Erfolg der Bestandsbildung. Die Sterblichkeit im ersten Jahr hat entscheidenden Einfluss auf die Größe der Bestände.
Störwanderung im OdergebietDas Odersystem wurde als Modellhabitat ausgewählt, weil es ein wichtiges Reproduktionsgebiet des Baltischen Störs war und im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen Störflüssen auch heute noch eine Reihe von naturnahen und zugänglichen Abschnitten aufweist. Hier wurden seit 1997 anhand historischer Belege und aktueller Karten und Daten zu Wasserqualität, Sedimentbeschaffenheit und Durchgängigkeit ein Abgleich mit einem Kriterienkatalog hinsichtlich der Anforderungen von A. oxyrinchus an die Habitatbedingungen durchgeführt.
Bei potentieller Eignung wurden die ausgewählten Gewässerabschnitte vor Ort u.a. durch Substratuntersuchungen und Videokartierung untersucht.

Beispiel der Habiitatkartierung an der Drawa