Wir trauern mit dem Osteland um Störvater Wolfgang Schütz

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Wolfgang Schütz

Der langjährige Vorsitzende des Sportfischervereins Oste e.V., der Ostepachtgemeinschaft II und der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland sowie maßgeblicher Motor der Arbeiten für die Wiederansiedelung des Störs in der Oste, Wolfgang Schütz, ist nach langer Krankheit viel zu früh verstorben.

Wolfgang hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten, insbesondere nach seiner Pensionierung, intensiv und mit großem Elan für die Anliegen der Sportfischer an der Oste eingesetzt. Seine besondere Fürsorge galt dabei immer auch den Wanderfischen. Neben Lachs, Meerforelle, Schnäpel und Aal hat Wolfgang früh sein Interesse am ehemals auch in der Oste heimischen Stör entdeckt und seine Kollegen für diese Aufgabe begeistert. So wurden er und die Mitglieder der Pachtgemeinschaft Oste II bereits 1996 aktive Mitstreiter in der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. und verstanden es, von Anfang an die lokale Bevölkerung in dieses bedeutende Artenschutzprojekt einzubeziehen. Seit Beginn der Besatzmaßnahmen und des Monitorings an der Oste hat Wolfgang mit seinen Mitstreitern eine ganz neue Durchschlagskraft entwickelt. Unermüdlich war er bemüht, durch die Organisation von Störfesten in Oberndorf, Gräpel und Elm, mit Vorträgen vor Sportfischern und Schulkindern, unter anderem am "Tag der Fische" im Natureum, mit literarischen "Kaviarnächten" in Oberndorf, einem "Störgipfel" in Großenwörden, "Störwanderungen" zum schwimmenden Stördenkmal in Oberndorf, alljährlichen Besatzaktionen, Fachaufsätzen zum Tema der Wiedereinbürgerung des Störs und mit der Webseite www.oste-stoer.de die Werbetrommel für das von ihm so begeistert begleitete Vorhaben zu rühren.

Gemeinsam mit der AG Osteland, deren Vorstand er angehörte, der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. und weiteren Mitstreitern intensivierte Wolfgang 2014 seine Bemühungen um die Bewahrung des "Fisch des Jahres" durch einen neuen Anlauf bei der Projektentwicklung für eine "wanderfischgerechte" also saubere und barrierefreie Oste von der Quelle bis zur Mündung. Seit Oktober letzten Jahres setzte ihn eine schwere Erkrankung zunehmend außer Gefecht. Jetzt hat Wolfgang diesen letzten Kampf seines Lebens verloren.

Wir trauern zutiefst um einen echten Freund, langjährigen, engagierten und zuverlässigen Mitstreiter, der immer für seine Ãœberzeugungen und seine Partner eingestanden ist. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt insbesondere seiner Familie, die einen fürsorglichen Mann, Vater und Großvater verloren hat.

Dein Engagement wird durch Deine Taten weiterwirken!