Europäischer Stör – ein Licht am Ende des Tunnels

Geschrieben von Jan Hallermann am .

 

2021 hat für die Population des europäischen Störes etwas Hoffnung gebracht. Sowohl in der Gironde/Dordogne als auch in der Elbe zeigen Fänge geschlechtsreifer europäischer Störe erste Anzeichen dass die Tiere in die Flüsse zurückkehren, in denen sie ausgesetzt wurden.

Begonnen hat die Miniserie in der Elbmündung, wo ein Garnelenfischer Anfang Mai versehentlich einen 1,8m-Fisch fing, gefolgt von zwei Fängen eines 1,5-m und eines 1,8m langen Fisches im oberen Tidebereich der Dordogne Anfang Mai. Den bisherigen Abschluss bildete der Fund eines 1,5m Fisches im Hamburger Hafen Mitte Juni. Die ersten drei Fische wurden unmittelbar nach dem Fang lebend freigelassen, der letztgenannte Fisch wurde angeschwemmt, als Todesursache wurde der Kontakt mit einer Schiffsschraube oder akuter Sauerstoffmangel vermutet, der das Hamburger Hafengebiet in diesem Jahr aufgrund sehr hoher Wassertemperaturen stärker als zuvor belastet.

 

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A. sturio gefangen in der Elbe 9.3.21

 

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Monitoringfang in der Gironde Frühjahr 2021

Dieses Ergebnis wird auch durch die Monitoringergebnisse in der Gironde bestätigt.

Auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, weckt die Beobachtung zurückkehrender Störe zumindest die Hoffnung auf den langfristigen Erfolg der Arterhaltungsmaßnahmen, die in enger Zusammenarbeit zwischen der französischen INRAE und dem IGB-Berlin durchgeführt werden.