UN Dekade der Biodiversität - Störprojekt ausgezeichnet

Geschrieben von Jörn Gessner. Veröffentlicht in Archiv

Das Wiederansiedlungsprojekt für Störe wurde 2007 als Leuchtturmprojekt der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung ausgewählt. Nun wurden das Team der Gesellschaft zur Rettung des Störs und seine Partner ein weiteres Mal ausgezeichnet.

UN Dekade

Eine Fachjury wählte das Stör-Projekt als Beispielprojekt für die UN Dekade zur Biologischen Vielfalt aus. Frau Dr. Elsa Nickel, BMU, überreichte die Auszeichnung am 25.September in der Orangerie der Burg Lenzen an der Elbe.

Preisverleihung

„30 Jahre lang fehlte der Stör in Deutschland – nun wird er wieder eingebürgert“, bestätigt Dr. Elsa Nickel, BMU. „Dieser einzigartige Wanderfisch soll wieder durch unsere Flüsse und angrenzenden Meere schwimmen und eine Heimat finden. Der Stör ist ein lebendes Fossil und soll für unsere nachfolgenden Generationen als ein Teil der Evolutionskette wieder zu bewundern sein. Ich wünsche den Projektpartnern weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg bei der Aussiedlung dieser beeindruckenden Tierart und gratuliere zur Auszeichnung!“

Das Bundesamt für Naturschutz und sein Meeresschutzfachgebiet als langjähriger Projektpartner engagieren sich seit 17 Jahren für die Störe. „Wir haben die einzelnen Projekte sehr gern unterstützt, denn das Gesamtvorhaben ist ein vorbildliches Beispiel für eine sehr gut begleitete Wiedereinbürgerung“, so Dr. Henning von Nordheim, BfN. „Seine Erfolgsgeschichte ist beispielhaft auf vielen verschiedenen Ebenen. Wir freuen uns mit den Projektpartnern!“, hob Dr. von Nordheim hervor.

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Fünf Jahre nach dem Erstbesatz im Elbegebiet, der an dieser Stelle stattfand, wurde anschließend der zehntausendste Stör der Elbe im Rahmen eines begleitenden Besatzes übergeben. Die beteiligten Akteure erhileten für den von ihnen besetzten Fisch eine Patenschaftsurkunde und werden bei Wiederfängen über ihren Fisch informiert.

BfN Kurzclip