Oderbesatz mit den Ministern der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Gleich zwei Agrarminister zeigten am 8. April 2013 persönlichen Einsatz für die Wiedereinbürgerung des Störs: Im Nationalpark Unteres Odertal wurden Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger und Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern dabei helfen,  zweihundert 45 bis 60 Zentimeter Jungfische des Ostseestörs in die Oder zu setzen, um diese lebenden Fossilien nach mehr als 50 Jahren Abwesenheit wieder heimisch werden zu lassen.

Tragende Rolle

Die Minister Vogelsänger und Backhaus liessen verlauten: „Die Wiederansiedlung des Baltischen Störs im Odersystem gelingt nur, wenn die Besatzmaßnahmen weitergeführt werden. Erst wenn sich eine stabile und selbst reproduzierende Population entwickelt hat, ist eine fischereiliche Nutzung möglich. Sicher ist, bis dahin brauchen alle Beteiligten einen langen Atem. Das Überleben der Störe kann dabei nur durch eine Zusammenarbeit der Wissenschaftler mit Fischern und Anglern gesichert werden.“

helfende Hände

Jörg Vogelsänger ging in seiner Ansprache noch einen Schritt weiter: "Auch wenn diese Projekte mit hohen Kosten verbunden sind, so sind sie als Wiedergutmachung für die Fehler der Vergangenheit gerechtfertigt." Was von Till Backhaus relativiert wurde, da zwar die Kosten nicht vernachlässigbar seien, die langfristigen Ziele und der Nutzen dieser Maßnahmen - auch für andere Arten - diesen Aufwand aber rechtfertigen würden. Wichtig war beiden Ministern zu betonen, dass das Zusammenspiel von Naturschutz und Fischerei in diesem Projekt ein gutes Beispiel auch für andere Vorhaben abgeben würde.