Versuchsbesatz im Elbegebiet wird ausgeweitet

Geschrieben von Jörn Gessner am .

Mit dem Besatz von 500 europäischen Stören (A. sturio) in der Oste startete die nächste Kampagne zur Absicherung der wissenschaftlichen Voraussetzungen der Wiedereinbürgerung der Art in Deutschland.
Dank des Erfolges bei der Reproduktion aus dem ex-situ Bestand in Frankreich ist es 2011 und 2012 möglich erstmals mit einer größeren Anzahl von vorgestreckten Jumarkierter Jungstörngfischen den Versuchsbesatz durchzuführen. Zu diesem Zweck wurden am Samstag, den 15.10.11 die ersten 500 Jungfische mit einer Länge von 7-15 cm in die Oste entlassen. Besatz bei Oberndorf Der Besatz wurde mit der tatkräftigen Unterstützung der lokalen Projektbeteiligten durchgeführt und hatte (trotz des Verzichts auf Einladungen und Ankündigungen) eine erstaunliche Resonanz vor Ort gefunden, was die Verbundenheit mit dem Thema signalisiert.
Ziel des Besatzes ist es, durch Unterschiede der Häufigkeiten des Auftretens von Jungstören im Beifang zu untersuchen, inwieweit sich das Überleben der Tiere durch verzögerten Besatz bis zum auf den Schlupf folgenden Frühjahr verbessern lassen, um eine möglichst effektive Besatzstrategie abzuleiten.
Da von den 3 Monate alten Stören nur ca. 10% mit extern sichtbaren Marken versehen wurden ist es notwendig, dass die Fischerei alle Störfänge meldet, ob diese Tiere markiert sind oder nicht und unabhängig von der Größe der Tiere.